Sportverein: € 1.000.000,– zur Verbesserung der Infrastruktur vorgesehen:

Im Gemeinde-Budget für 2012 und 2013 sind gesamt 1,000.000,– für den Sportverein vorgesehen. Wie der Verein dieses Geld investieren möchte müssen die Verantwortlichen des Vereines festlegen. Denn, Fußball hat in Bürmoos schon seit der Gründung des Vereines im Jahre 1927 einen hohen Stellenwert. Der langjährige Obmann, Fischer Gustl, hat am 20.09.1982 einen sehr guten Vertrag mit dem damaligen Bürgermeister Karl Zillner und Vizebürgermeister Franz Roschanek ausverhandelt und abgeschlossen. So hat die Sektion Fußball ein ewiges Nutzungsrecht auf der derzeitigen Anlage im Ortsteil Friedhof und die Gemeinde ist für alle Instandhaltungsmaßnahmen, also auch für Sanierung oder Neubau des Vereinshauses, verpflichtet.

Die Zielvorgabe war immer, dass der Sportverein auch in Zukunft über eine eigene Sportanlage verfügt und zusätzliche Trainingsmöglichkeiten, vor allem für die Jugend, bekommt. Und das zu einer verkraftbaren Investitionssumme für alle Beteiligten.

Trotz dieser Verbindlichkeiten der Gemeinde wurde eine neue Sportanlage bei den Wahlen 2009 in Aussicht gestellt. Ein Jahr danach zeigen sich nun alle einsichtig: Eine neue Sportanlage ist nicht finanzierbar.

„Andere Standorte laut Vorschlag SVB für die Neuerrichtung würden den Kostenrahmen wesentlich überziehen, da zusätzlich noch große Flächen angekauft werden müssten und keine bestehende  Infrastruktur verwendet werden könnte“ und „Wunschkonzert kann es keines geben“ , so der Bürgermeister in der öffentlichen Sitzung der Gemeindevertretung am 13. April 2010.

Als Alternative weicht man auf die Mitbenützung der Schulsportanlage aus. Schule und Fußballverein schließen einen Vertrag ab um die Nutzungsrechte zu sichern!
Hier wird derzeit ein Projekt erarbeitet, das die Errichtung des Vereinshauses neben dem Tennisclubhaus am See vorsieht. Der Schulsportplatz soll in Richtung Schilfgasse verbreitert und mit einem Kunstrasen belegt werden.

Die notwendigen Parkplätze werden neben der Volksschule, bei der Stockschützenhalle und im Naherholungsraum Richtung See errichtet.
Auch der Parkplatz beim Kindergarten soll vergrößert werden und für die Besucher der Sportanlage dienen. Die derzeitigen Gehwege und wahrscheinlich ein Tennisplatz müssen verlegt werden um den nötigen Platz für Erweiterung des Spielfeldes und das Vereinshauses zu schaffen.

Wir haben eine zielführende Variante vorgeschlagen, die hat man aber bis jetzt abgelehnt!
Wenn man die vorhandene Schulsportanlage – ohne Erweiterung – mit einem Kunstrasen versieht, könnte sie sowohl für Training aber vor allem von den Jugendmannschaften U 6 bis U 14 genutzt werden. Durch den externen Zugang zum Volksschulturnsaal stehen sowohl Umkleiden und Brausen für die Jugend zur Verfügung. Der Trainings- und vor allem der Spielbetrieb für die Jugend wäre damit gesichert.

Der Neubau des Vereinshauses mit einer großzügigen modernen Architektur wäre auf der eigenen Sportanlage in der Friedhofsiedlung möglich. Und das zu einer verkraftbaren Investitionssumme von 1 Mill. € für die Gemeinde und ohne Eigenleistungen des Vereins.

Fazit!

Flurschaden am Trainingsplatz

Bei der Variante Mitbenützung der Schulsportanlage gibt der Verein seinen Nutzungsvertrag am Standort Friedhofsiedlung auf. Es reduziert sich für den Verein die Möglichkeit, von zwei normgerecht bespielbaren Plätzen auf die Mitbenützung der Schulsportanlage. Das heißt, zukünftig hat der Fußballverein nur noch den Kunstrasenplatz der Schule laut Nutzungsvertrag zur Verfügung.
Der Trainingsplatz im Freizeitgelände am Bürmooser See ist nur beschränkt zur Verfügung, da der Platz als „Veranstaltungsgelände“ immer wieder genutzt wird und dadurch sehr in Mitleidenschaft gezogen ist.

In Anbetracht der Entwicklungen in anderen Gemeinden, wo viele Fußballvereine neben dem eigenen Platz noch mindestens einen zweiten Platz zum trainieren fordern, ist dies doch eine interessante Entwicklung die sich hier in Bürmoos abzeichnet.

Egal wie sich der Vorstand des SVB entscheidet. Die Gemeindevertretung hat in der Sitzung am 13. April 2010 eine Investitionsobergrenze von 1 Mill. Euro einstimmig beschlossen.

Was wir zu bedenken geben ist: Die auch an Wochenenden intensiv genutzte neue Sportanlage

  • ist in der unmittelbare Nähe (120 Meter) des Seniorenwohnhauses und
  • rückt auch in die Nähe der Schilfgasse und die dahinterliegenden Siedlung.
  •  . . . befindet sich nicht „auf der grünen Wiese“. Denn die heute noch freien Wiesen der Gutsverwaltung Stieglbrauerei unmittelbar neben der Schule bis hin zur Siedlung „Alte-Sportplatz-Gasse“ sind vom Grundbesitzer auch für eine Wohnbebauung rechtlich gesichert und können bei Bedarf gewidmet werden.
  • . . . öffnet das Naherholungsgebiet und Freizeitanlage am Bürmooser See durch eine neue Zufahrtssituation und den neu zu errichtenden Parkplätzen.

Das Grundstück „Sportplatz“ in der Friedhofsiedlung wird als Baulandsicherungsmodell einer Bebauung zugeführt:

  •  Eine Bedarfserhebung liegt bis heute noch nicht vor.
  • Auch auswärtige Bewerber sollen ein Grundstück erwerben können und auch von der  Einzelhausbebauung ist man schon weggegangen,hieß es im letzten Bericht des Bauausschussvorsitzenden.
  • Solange nur ein Bahnübergang besteht ist KEINE VERKEHRSLÖSUNG in Sicht.

Somit wird die Friedhofsiedlung das dichtest bebaute Siedlungsgebiet werden.