Erschütternde Recherche von „Antenne Salzburg“: Keine Einzelschicksale sondern massive Drogenprobleme in Bürmoos?

Erschütternde Ergebnisse brachte eine Recherche von Antenne Salzburg ans Licht. Erschreckend – demnach soll auch der Schulhof als Drogenumschlagplatz dienen. Viel Geld wurde in den letzten Jahren in die Drogenprävention durch Streetworker gesetzt. So wurden auch Streetworker der Trägerschaft KOKO, das Kontakt- und Kommunikationszentrum für Kinder, finanziert. Scheinbar mit mäßigem Erfolg.
Das Seegelände ist ein Brennpunkt mehr denn je- hier hat sich die Situation seit dem Beschluss der Gemeinde, den privaten Wachdienst nicht mehr zu engagieren, dramatisch verschlechtert. Auch die Ansiedlung des Sport“zentrums“ hat hier nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

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Bericht auf salzburg24.at:
Wie berichtet, verstarb ein 28-Jähriger in der vergangenen Woche an einer Überdosis. Es war bereits der vierte Drogentote in vier Jahren in Bürmoos (Flachgau). Nun wurde durch einen Medienbericht bekannt, dass es nicht schwer sei, an Suchtmittel zu gelangen.

Wie einfach ist es eigentlich an Drogen im Flachgau zu kommen? Peter Eder (SPÖ), Bürgermeister der Gemeinde Bürmoos, ist bislang von keiner großen Drogenszene ausgegangen. Die Drogenproblematik scheint jedoch viel größer zu sein, als bisher angenommen.
Haschisch und Ecstasy leicht zu beschaffen
Recherchen von Antenne Salzburg bestätigen das: „Haschisch und Ecstasy bekommt man leicht – Heroin ist da schwieriger“, sagt eine junge Frau im Gespräch mit dem Radiosender und führt fort, „auch Kokain bekommt man ziemlich leicht.“ Es sei überhaupt kein Problem an verschiedenste Drogen zu kommen – Bürmoos ist dabei nicht allein, die Problematik gibt es auch in anderen Gemeinden im Flachgau.
Schulhof als Drogenumschlagsplatz
Sogar an Schulen soll mit Drogen – insbesondere Cannabis – gedealt werden. Weitere „Hotspots“ sind der Bahnhof und der See. „Es ist erschreckend, dass es so leicht ist, an Drogen zu kommen. Wir haben alles gegeben, was eine Gemeinde dagegen tun kann“, so Bürgermeister Eder. Seit mehreren Jahren unternimmt die Gemeinde Bürmoos Maßnahmen für eine aktive Drogenprävention – anscheinend erfolglos.
Kleingruppen in Gemeinden
“Eine Drogenproblematik können wir nicht bestätigen”, sagt Salzburgs Drogenkoordinator Franz Schabus-Eder im Gespräch mit SALZBURG24. “Es agieren kleinere Gruppen in den Gemeinden. Wir können diese Aussagen aber nur aufgrund unserer Daten treffen”, so Schabus-Eder abschließend.
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Dies steht klar im Widerspruch zu den Rechercheergebnissen von „Antenne Salzburg“. Es wird endlich Zeit, dass die Verantwortlichen die Augen aufmachen und die Problematik erkennnen und nicht mehr wegsehen und alles als „Einzelschicksale“ zu beurteilen! Dies wäre der erste Schritt das Thema anzupacken…

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